Rendite p. a. (CAGR)
Die Rendite p. a. rechnet eine Gesamtrendite auf ein durchschnittliches Jahr um, geometrisch statt als einfacher Durchschnitt. Aus 21 % in drei Jahren werden so rund 6,6 % pro Jahr. Nur damit lassen sich unterschiedlich lange Zeiträume fair vergleichen.
- Im Minus
- Über kurze Zeiträume normal, besonders wenn das Fenster eine Korrektur enthält. Über zehn Jahre und mehr ist es an breiten Aktienmärkten historisch die Ausnahme.
- Unter Marktniveau
- Etwa das, was defensive Mischungen oder Anleihen langfristig geliefert haben. Nach Inflation bleibt davon wenig übrig.
- Marktüblich
- Der historische Bereich breiter Aktienmärkte über lange Zeiträume, grob 6 bis 8 % pro Jahr vor Steuern und Inflation.
- Über Marktniveau
- Prüfe zuerst die Länge der Historie. Über wenige Jahre sagt ein solcher Wert vor allem etwas über die Marktphase aus, nicht über die Auswahl.
So wird gerechnet
CAGR = ( Endwert / Startwert )^(1 / Jahre) − 1
Ein Depot wächst in drei Jahren von 10.000 € auf 12.100 €, also um 21 %. Der einfache Durchschnitt wären 7,0 % pro Jahr. Das ist zu hoch, weil er den Zinseszins ignoriert.
- Startwert
- 10.000 €
- Endwert
- 12.100 €
- Gesamt
- +21,0 %
- CAGR
- 6,6 % p. a.
Was die Zahl nicht sagt
- Sie glättet den Weg vollständig. Dieselben 6,6 % pro Jahr entstehen aus einem ruhigen Verlauf ebenso wie aus einem Absturz um 40 % mit anschließender Erholung. Wie holprig es war, zeigen Volatilität und Maximum Drawdown.
- Kurze Zeiträume hochzurechnen ist unseriös. Aus vier Monaten mit 8 % werden rechnerisch 26 % pro Jahr. Diese Zahl beschreibt nichts, was sich wiederholen ließe. Unter einem Jahr Historie ist die annualisierte Rendite eine Rechenoperation, keine Aussage.
- Sie ist vor Steuern und Inflation. Bei 6,6 % nominal, 2 % Inflation und deutscher Abgeltungsteuer bleibt real deutlich weniger. Für Kaufkraftfragen musst du beides selbst abziehen.
- Sie sagt nichts über deine Einzahlungen. Die Rendite p. a. ist zeitgewichtet und damit unabhängig davon, wann du Geld nachgeschossen hast. Was dein Geld tatsächlich verdient hat, beantwortet die geldgewichtete Rendite.
Verwandte Kennzahlen
So rechnet Evergrova
Die Rendite p. a. steht im Kennzahlenband von Performance & Risiko, neben der kumulierten Rendite des gewählten Fensters. Bei kurzer Historie weist die Asset-Ansicht die Hochrechnung ausdrücklich als solche aus.
Datenbasis: tägliche Renditen im gewählten Zeitfenster, geometrisch auf 252 Handelstage annualisiert.
Demo-Depot ansehenHäufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen CAGR und Durchschnittsrendite?
Der einfache Durchschnitt addiert die Jahresrenditen und teilt durch die Anzahl. Der CAGR berücksichtigt den Zinseszins und liegt deshalb immer darunter, sobald die Renditen schwanken. Bei +50 % und −50 % ist der Durchschnitt 0 %, der CAGR aber −13,4 % pro Jahr.
Welche Rendite ist langfristig realistisch?
Breite Aktienmärkte haben historisch grob 6 bis 8 % pro Jahr geliefert, vor Steuern und Inflation. Das ist ein Rückblick über sehr lange Zeiträume und keine Zusage für die kommenden Jahre.
Warum weicht meine Rendite von der meines Brokers ab?
Meist wegen der Methode. Viele Broker zeigen eine geldgewichtete Rendite, die Ein- und Auszahlungen einrechnet. Evergrova zeigt zusätzlich die zeitgewichtete, die den Verlauf unabhängig vom Einzahlungszeitpunkt misst.
Zuletzt geprüft: 2026-08-08